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Die Cazuela-Weihnacht: Wie spanische Großmütter die Festtage zelebrieren

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Die Cazuela-Weihnacht: Wie spanische Großmütter die Festtage zelebrieren

 

Von geheimen Familienrezepten, Tongeschirr-Magie und der Kunst des langsamen Kochens – eine Weihnachtsgeschichte aus Andalusien.

Die wahre Geschichte der Abuela Carmen und ihrer magischen Cazuelas – und warum du dieses Weihnachten auch eine brauchst.

Sevilla, Heiligabend 1975. In der engen Gasse hinter der Kathedrale duftet es nach Zimt, Anis und geschmortem Lamm. Carmen Ruiz, 73 Jahre alt und Großmutter von zwölf Enkelkindern, steht seit vier Uhr morgens in ihrer winzigen Küche. Vor ihr: sieben Cazuelas in verschiedenen Größen, alle brodeln gleichzeitig auf dem alten Gasherd.

"Meine Kinder denken, ich bin verrückt", lacht Carmen und rührt in der größten Cazuela. "Aber in Töpfen aus Metall schmeckt Weihnachten einfach nicht!" Ihre älteste Cazuela, ein schwerer Tontopf mit Brandspuren von unzähligen Festen, hat sie von ihrer eigenen Großmutter geerbt. "Diese Cazuela hier", sie tätschelt den Topf liebevoll, "die ist über 100 Jahre alt. Sie hat zwei Kriege überlebt und mehr Weihnachten gesehen als ich."

Carmens Geheimnis? "Die Cazuela atmet", erklärt sie. "Der Ton nimmt die Aromen auf und gibt sie langsam wieder ab. Jedes Mal, wenn ich darin koche, schmecke ich die Geschichte unserer Familie." Ihre berühmte "Cazuela de Navidad" – ein Schmorgericht mit Lamm, Kichererbsen und Wintergemüse – kocht sie nur in diesem einen, besonderen Topf.

Die Tradition der Weihnachts-Cazuelas ist in Andalusien tief verwurzelt. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept, das wie ein Staatsgeheimnis gehütet wird. "Niemals das Rezept aufschreiben!", mahnt Carmen. "Es muss von Mutter zu Tochter weitergegeben werden, beim gemeinsamen Kochen."

Ihre Enkelin María, moderne Foodbloggerin aus Madrid, versuchte einmal, das Familienrezept in einem Schnellkochtopf nachzukochen. "Es war eine Katastrophe", gibt María zu. "Es schmeckte... leer. Als ob die Seele fehlte." Seitdem pilgert sie jedes Jahr zu Weihnachten nach Sevilla, um von der Abuela zu lernen.

Der magische Moment kommt am ersten Weihnachtsfeiertag. Die ganze Familie versammelt sich um den großen Tisch. Carmen trägt ihre Cazuelas auf – jede enthält ein anderes traditionelles Gericht. Die kleinste Cazuela, gerade mal 12 Zentimeter, ist für die "Migas dulces", süße Brotkrumen mit Honig und Mandeln. Die größte, ein Monstrum von 28 Zentimetern, beherbergt den "Puchero de Navidad".

"Das Schöne an Cazuelas", erklärt Carmen, während alle essen, "ist, dass sie die Wärme halten. Das Essen bleibt stundenlang heiß, und wir können in Ruhe feiern, ohne ständig aufzuwärmen." Ihre Schwiegertochter aus Barcelona hatte einmal moderne Auflaufformen mitgebracht. "Pah!", schnaubt Carmen. "Nach zwanzig Minuten war alles kalt!"

Die jüngste Enkelin, die kleine Ana, darf dieses Jahr zum ersten Mal ihre eigene Mini-Cazuela haben. Mit großen Augen rührt sie in dem kleinen Tontopf ihre erste eigene "Sopa de ajo". "Abuela, wann bekomme ich meine große Cazuela?", fragt sie. Carmen lächelt: "Wenn du heiratest, bekommst du meine. So ist es Tradition."

2025, fast 50 Jahre später. Carmen ist längst bei ihren Vorfahren, aber ihre Kochkunst lebt weiter. María, inzwischen selbst Großmutter, hat eine Entdeckung gemacht: "Weißt du, was Abuela geliebt hätte?", sagt sie zu ihrer Enkelin. "Diese neuen emaillierten Cazuelas! Kein stundenlanges Einweichen mehr, kein Zerbrechen beim Transport, und trotzdem diese wunderbare, gleichmäßige Hitze."

Nach Carmens Tod hatte María die alten Ton-Cazuelas geerbt - und prompt zwei beim Umzug zerbrochen. "Ich habe geweint", erinnert sie sich. "Aber dann dachte ich: Abuela war immer praktisch. Sie hätte gesagt: 'Kind, nimm was funktioniert!'"

Heute kocht María in modernen Eisen-Cazuelas mit Emaille-Beschichtung. "Das Geheimnis ist nicht das Material", erklärt sie. "Es ist das langsame Kochen, das Schichten der Aromen, die Liebe zum Detail. Carmens Rezepte schmecken darin genauso gut - nur ohne die Angst, dass mir der Topf zerbricht."

Ihre Lieblings-Cazuela? Eine emaillierte 20cm-Cazuela in leuchtendem Rot. "Abuela hatte immer rote Schürzen", lacht María. "Ich bin sicher, sie hätte sich eine rote Cazuela gekauft, wenn es die damals schon gegeben hätte. Sie war nicht sentimental - sie war clever."

Die kleine Ana, jetzt erwachsen mit eigenen Kindern, nickt: "Das Beste ist: Ich kann meine Cazuelas in den Backofen stellen, auf den Induktionsherd, sogar in die Spülmaschine. Abuela musste ihre Ton-Cazuelas stundenlang von Hand schrubben."

"Tradition heißt nicht, alles genau gleich zu machen", philosophiert María. "Tradition heißt, das Wichtige zu bewahren: gemeinsam kochen, gemeinsam essen, Geschichten erzählen. Die Cazuela ist nur das Werkzeug. Die Magie machen wir selbst."

Ob diese Geschichte wirklich so passiert ist? In Spanien sagt man: "La Navidad es para creer" – Weihnachten ist zum Glauben da.

Was garantiert stimmt: Bei www.der-spanien-shop.de findest du moderne Cazuelas, die das Beste aus beiden Welten vereinen - die Kochqualität der Tradition mit der Praktikabilität von heute. Emailliertes Gusseisen oder Stahl, von 12cm für Tapas bis 28cm für die Großfamilie. Spülmaschinenfest, backofentauglich und unzerbrechlich. Carmen hätte gesagt: "Endlich Cazuelas für kluge Frauen!"

Moderne Cazuelas – wo Tradition auf Praktikabilität trifft!