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Elian Volk und die GENA Massivholz Manufaktur: Ein Tisch, der Geschichten erzÀhlt

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Elian Volk und die GENA Massivholz Manufaktur: Ein Tisch, der Geschichten erzÀhlt

 

Fotos: © GENA Massivholz Manufaktur

GeschÀtzte Lesezeit: ca. 5 Minuten

#RegioGesprĂ€ch: Wie ein IT-Vertriebler im Nordracher Schwarzwald zum Botschafter fĂŒr Massivholz aus der Heimat wurde

Vor wenigen Monaten verkaufte er noch IT-ServicevertrĂ€ge. Heute klingelt Elian Volk an HaustĂŒren in der Ortenau und erzĂ€hlt von Thermoholz und Möbeln, die Generationen ĂŒberdauern sollen. Ein GesprĂ€ch ĂŒber Mut, Menschlichkeit und ein „G“ auf dem Tisch.

Oktober 2026, Nordrach, apg. Punkt elf Uhr meldet sich Elian Volk. Eigentlich wollte er gerade bei einem Neukunden klingeln, nun setzt er sich fĂŒr das GesprĂ€ch ins Auto. Als Vertriebsleiter der GENA Massivholz Manufaktur in Nordrach geht der 26-JĂ€hrige dorthin, wo die Menschen sind, bisweilen auch ganz klassisch von HaustĂŒr zu HaustĂŒr.

In jĂŒngster Vergangenheit sah sein Alltag noch anders aus: Volk ist gelernter IT-Vertriebler und schloss seine Ausbildung bei der Leitwerk in Appenweier im Juli ab. Dort sei „alles in Einsen und Nullen abgebildet“ gewesen, sagt er. Als Hobbyfotograf zog es ihn zu Menschen und Bildern.

Vom Fotografen zum Vertriebsleiter

Das fĂŒhrte ihn zu GENA. Daniel Gießler, Inhaber der Manufaktur und Freund aus Jugendtagen, hatte aus dem Holz seines Hofs Möbel gebaut und suchte jemanden, der sie fotografiert. Beim zweiten Shooting auf dem Hof zeigte er ihm Betrieb und Wald. „Da war ich natĂŒrlich mega ĂŒberwĂ€ltigt“, erinnert sich Volk. Bald fragte Gießler, ob er den Vertrieb ĂŒbernehmen wolle.

Ganz ohne Risiko war das nicht. Neben der Ausbildung betreute Volk abends, manchmal bis Mitternacht, LinkedIn und Instagram fĂŒr GENA. Direkt nach dem Abschluss wechselte er, „das grĂ¶ĂŸte Risiko“, sagt er, denn im Ausbildungsbetrieb hĂ€tte er eine feste Abteilung gehabt. Seitdem ergĂ€nzen sich die beiden: Gießler kĂŒmmert sich ums Handwerk, Volk ums KaufmĂ€nnische. SpĂ€ter soll er als Gesellschafter einsteigen.

Was das G bedeutet

FrĂŒher firmierte alles unter dem Namen Hermeshof, erzĂ€hlt Volk: Forstarbeit, Ferienwohnung und anfangs auch die Möbel. Weil das nicht mehr recht zusammenpasste, entstand Ende 2025 die Marke GENA; der Hermeshof besteht weiter. Das G stehe fĂŒr Generationen, E fĂŒr Evolution, N fĂŒr Natur, A fĂŒr Aura. „Jeder Baum hat seinen eigenen Charakter“, sagt Volk.

„BĂ€ume sind HeiligtĂŒmer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfĂ€hrt die Wahrheit“, schrieb Hermann Hesse 1918. Bei GENA kann man das fast wörtlich nehmen: Kunden dĂŒrfen sich auf dem Hof einen Stamm aussuchen, aus dem spĂ€ter ihr Tisch entsteht. Gießler erklĂ€rt dabei, warum ein Baum gefĂ€llt werden muss, damit junge BĂ€ume Licht bekommen. „Wenn man sich einen Tisch im MöbelgeschĂ€ft kauft, wird das kein Mensch rauskriegen, außer man kauft ihn bei uns“, sagt Volk.

Wussten Sie schon? 6 Fakten zu GENA

â€ș GENA Massivholz Manufaktur, Schottenhöfen 13, 77787 Nordrach; Inhaber: Daniel Gießler.

â€ș Die Marke GENA entstand Ende 2025, der Hermeshof besteht weiter.

â€ș Vier Bereiche: Living, Outdoor, Unikate, Vision.

â€ș Das Holz stammt laut GENA aus dem Schwarzwald, grĂ¶ĂŸtenteils von eigenen WaldgrundstĂŒcken.

â€ș Thermoholz wird laut GENA bei 180 bis ĂŒber 200 Grad unter Wasserdampf und ohne Chemie behandelt.

â€ș Team laut Volk: fĂŒnf VollzeitkrĂ€fte, zwei Minijobber auf Abruf.

Eine Lounge fĂŒr den Europa-Park

Der Durchbruch kam ĂŒber LinkedIn: Der Europa-Park suchte nach Volks Schilderung eine Lounge aus Holz mit Polstern. GENA bekam den Auftrag im FrĂŒhjahr 2026 und setzte auf Thermoholz, das lĂ€nger hĂ€lt, und auf eine indirekte Verschraubung, damit keine Schrauben zu sehen sind.

Thermoholz, erklĂ€rt Volk, nimmt kaum noch Wasser auf und ist leichter, aber spröder als normales Holz. Deshalb braucht es eine stabile Unterkonstruktion. ZunĂ€chst kaufte GENA es zu. Heute wird das Holz im Schwarzwald gefĂ€llt und gesĂ€gt und thermisch veredelt. Zum Transportweg: Teakholz legt nach Volks Rechnung rund 12.000 Kilometer zurĂŒck, das GENA-Holz rund 600, „im Maßstab ein auf einen Meter ausgeklappter Zollstock im Vergleich zu einem Streichholz“. Die wasserfesten Polster stammen aus einem Betrieb in Zell am Harmersbach, keine China-Ware, betont er.

Ein Tisch fĂŒr Generationen

Warum ein Massivholztisch mehr ist als ein MöbelstĂŒck, beschreibt Volk so: Er erlebt Weihnachtsfeste und Familienfeiern und geht irgendwann an die nĂ€chste Generation. Das erinnert an Goethe: „Was du ererbt von deinen VĂ€tern hast, erwirb es, um es zu besitzen.“ Auf der Messe stand ein Nussbaum, nach Volks Angabe 270 Jahre alt. Einen Tisch daraus wegzuschmeißen, sagt er, wĂ€re, „als wĂŒrde man ein StĂŒck Geschichte wegwerfen“.

Neu ist bei GENA die Taktik, persönlich an HaustĂŒren zu klingeln statt Flyer zu verteilen. Auf der Oberrheinmesse hing ein Banner mit „77787 Nordrach“; viele Besucher hĂ€tten gesagt, von GENA noch nie gehört zu haben. Das soll sich Ă€ndern. „Black Forest ist international ein Wort“, sagt Volk, der bei einer USA-Reise erste Kontakte knĂŒpfte. Export sei ein Ziel fĂŒr spĂ€ter.

Heimat, die man lebt

Heimat ist fĂŒr Volk mehr als ein Verkaufsargument. Er wurde in Gengenbach geboren, geht mit seinem Hund im Wald spazieren und kickt in der Reserve in Unterharmersbach. „Wir verkaufen es nicht nur, sondern wir leben es auch“, sagt er. Mit einem Megafon wĂŒrde er rufen, man solle trotz grauer Zeiten „die Menschlichkeit nicht verlieren“ und „immer ein LĂ€cheln im Gesicht“ haben: „Wir haben hier so einen schönen Fleck.“

Wer Elian Volk und GENA erleben möchte, geht am besten den persönlichen Weg: zuerst gern per Telefon oder E-Mail, danach zu Hause bei den Kunden oder auf dem Hof.

Volks Wunsch: Wer Möbel sucht, soll sich zuerst bei GENA erkundigen. Das gebrandete „G“ soll auf möglichst vielen Tischen der Region stehen, Tischen, die Geschichten erzĂ€hlen.

Kontakt

Betrieb GENA Massivholz Manufaktur
Adresse Schottenhöfen 13, 77787 Nordrach
Telefon 0151 16793742
E-Mail info@gena-design.de
Website www.gena-design.de

Kurz zusammengefasste FAQ

Wer ist Elian Volk?

Der 26-jĂ€hrige Vertriebsleiter der GENA Massivholz Manufaktur in Nordrach. Er ist gelernter IT-Vertriebler und kam ĂŒber die Fotografie zu GENA.


Was macht die GENA Massivholz Manufaktur?

Sie baut Möbel aus Massivholz und Thermoholz in vier Bereichen: Living, Outdoor, Unikate und Vision. Inhaber ist Daniel Gießler.


Woher kommt der Name GENA?

Die Buchstaben stehen fĂŒr Generationen, Evolution, Natur und Aura. Die Marke entstand Ende 2025 aus dem Hermeshof.


Kann man sich das Holz fĂŒr seinen Tisch aussuchen?

Ja, Kunden dĂŒrfen sich auf dem Hof einen Stamm aussuchen, aus dem spĂ€ter ihr Tisch entsteht.


Wie erreicht man GENA?

GENA Massivholz Manufaktur, Schottenhöfen 13, 77787 Nordrach, Telefon 0151 16793742, E-Mail info@gena-design.de, www.gena-design.de.

Text: apg.