Das neue Jahr hat begonnen, und mit ihm kommen oft gute Vorsätze – gesünder leben, bewusster essen, mehr auf sich achten. Für Menschen mit chronischen Wunden ist eine ausgewogene Ernährung weit mehr als ein Vorsatz: Sie ist ein wesentlicher Baustein der Heilung. Michael Schmidt von der Schmidt Wundberatung in Offenburg betont: „Was wir essen, beeinflusst direkt, wie gut und wie schnell unsere Wunden heilen. Die richtige Ernährung ist wie Medizin von innen." In diesem Artikel erfahren Sie, welche Nährstoffe Ihre Wundheilung unterstützen und wie Sie diese ganz praktisch in Ihren Alltag integrieren können.
Die Wundheilung ist ein komplexer Prozess, der dem Körper viel abverlangt. Um neues Gewebe aufzubauen, Infektionen abzuwehren und die Haut zu regenerieren, benötigt der Organismus eine Vielzahl von Nährstoffen. Fehlen diese, gerät der Heilungsprozess ins Stocken.
„Viele Patienten unterschätzen, wie eng Ernährung und Wundheilung zusammenhängen", erklärt Michael Schmidt. „Ein Mangel an bestimmten Vitaminen oder Proteinen kann die Heilung um Wochen verzögern – umgekehrt kann eine gezielte Ernährung den Prozess deutlich beschleunigen."
Der Körper braucht bei der Wundheilung:
Proteine – die Bausteine des Körpers
Eiweiß ist der wichtigste Baustoff für die Wundheilung. Ohne ausreichend Protein kann der Körper kein neues Gewebe bilden. Besonders bei chronischen Wunden ist der Proteinbedarf deutlich erhöht.
Gute Proteinquellen:
Tipp: Verteilen Sie die Proteinzufuhr über den Tag. Jede Mahlzeit sollte eine Eiweißquelle enthalten.
Vitamin C – der Kollagenhelfer
Vitamin C ist unverzichtbar für die Bildung von Kollagen, dem Strukturprotein der Haut. Es stärkt zudem das Immunsystem und wirkt als Antioxidans.
Reich an Vitamin C:
Tipp: Vitamin C ist hitzeempfindlich. Essen Sie Obst und Gemüse möglichst frisch oder nur kurz gegart.
Zink – der Wundheilungsbeschleuniger
Zink spielt eine zentrale Rolle bei der Zellteilung und der Immunabwehr. Ein Zinkmangel kann die Wundheilung erheblich verzögern.
Gute Zinkquellen:
Tipp: Pflanzliches Zink wird schlechter aufgenommen. Vegetarier sollten auf eine besonders zinkreiche Ernährung achten.
Vitamin A – der Hautvitamin
Vitamin A fördert das Zellwachstum und die Bildung neuer Hautzellen. Es unterstützt zudem das Immunsystem bei der Abwehr von Infektionen.
Reich an Vitamin A:
Tipp: Vitamin A ist fettlöslich. Ein Schuss Öl zum Karottengemüse verbessert die Aufnahme erheblich.
Eisen – der Sauerstofftransporter
Eisen ist für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich. Gut durchblutetes Gewebe heilt schneller. Besonders bei Blutverlust durch Wunden ist eine ausreichende Eisenzufuhr wichtig.
Gute Eisenquellen:
Tipp: Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme. Ein Glas Orangensaft zur Mahlzeit kann helfen.
Omega-3-Fettsäuren – die Entzündungshemmer
Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und unterstützen die Zellmembranbildung. Sie können überschießende Entzündungsreaktionen regulieren.
Reich an Omega-3:
Tipp: Zwei Portionen fetter Seefisch pro Woche decken den Bedarf gut ab.
Regelmäßig und ausgewogen essen
Gerade bei chronischen Wunden ist der Energiebedarf erhöht. Drei Hauptmahlzeiten und zwei kleine Zwischenmahlzeiten helfen, den Körper kontinuierlich mit Nährstoffen zu versorgen.
„Viele unserer Patienten haben wenig Appetit", berichtet Michael Schmidt. „Dann sind kleine, nährstoffreiche Portionen besser als große Mahlzeiten, die überfordern."
Ausreichend trinken
Flüssigkeit ist essenziell für alle Stoffwechselprozesse – auch für die Wundheilung. Mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich sollten es sein, bei Fieber oder starker Wundsekretion entsprechend mehr.
Geeignete Getränke:
Mahlzeiten bunt gestalten
Je bunter der Teller, desto vielfältiger die Nährstoffe. Verschiedene Gemüse- und Obstsorten bringen unterschiedliche Vitamine und Mineralstoffe mit.
Ein Beispiel für einen wundheilungsfördernden Tag:
Frühstück: Haferflocken mit Beeren, Nüssen und Joghurt – liefert Zink, Vitamin C und Protein.
Mittagessen: Gebratenes Hähnchenfilet mit Brokkoli und Süßkartoffeln – liefert Protein, Vitamin C und Vitamin A.
Nachmittagssnack: Quark mit Leinöl und etwas Honig – liefert Protein und Omega-3.
Abendessen: Lachsfilet mit Spinat und Vollkornbrot – liefert Omega-3, Eisen und B-Vitamine.
Nicht nur das, was wir essen, beeinflusst die Heilung – auch das, was wir besser meiden sollten.
Ungünstig für die Wundheilung:
„Wir empfehlen unseren Patienten nicht, auf alles zu verzichten", sagt Michael Schmidt. „Aber ein bewusster Umgang mit diesen Faktoren kann die Heilung spürbar verbessern."
Bei Appetitlosigkeit
Chronische Wunden, Medikamente oder Schmerzen können den Appetit dämpfen. Hier helfen:
Bei Diabetes
Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Wundheilungsstörungen. Eine stabile Blutzuckereinstellung ist hier besonders wichtig.
Bei Kau- oder Schluckbeschwerden
Wenn das Kauen oder Schlucken schwerfällt:
Angehörige spielen eine wichtige Rolle bei der Ernährung von Wundpatienten. Einige Anregungen:
Gemeinsam essen: Mahlzeiten in Gesellschaft schmecken besser und werden eher aufgegessen.
Wünsche berücksichtigen: Fragen Sie, worauf der Patient Appetit hat, statt zu bestimmen.
Kleine Aufmerksamkeiten: Ein liebevoll angerichteter Teller oder ein besonderes Dessert können Freude machen.
Geduld haben: Appetitlosigkeit ist frustrierend – für alle Beteiligten. Druck hilft nicht.
Dokumentieren: Notieren Sie, was und wie viel gegessen wurde. Das hilft bei der Einschätzung der Nährstoffversorgung.
Bei anhaltender Appetitlosigkeit, ungewolltem Gewichtsverlust oder dem Verdacht auf einen Nährstoffmangel sollte professionelle Hilfe hinzugezogen werden.
Mögliche Ansprechpartner:
„Manchmal braucht es eine Blutuntersuchung, um einen Mangel zu erkennen", erklärt Michael Schmidt. „Dann können gezielt Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden – aber immer in Absprache mit dem Arzt."
Der Januar ist traditionell ein Monat des Neuanfangs. Viele Menschen nehmen sich vor, gesünder zu leben. Für Wundpatienten kann dieser Vorsatz einen ganz konkreten Nutzen haben: Eine bewusste Ernährungsumstellung kann die Heilung fördern und das allgemeine Wohlbefinden steigern.
„Es muss nicht die radikale Diät sein", ermutigt Michael Schmidt. „Kleine Veränderungen – ein Apfel mehr, ein Glas Wasser extra, eine Handvoll Nüsse – summieren sich. Jeder Schritt in die richtige Richtung zählt."
Die richtige Ernährung ist ein mächtiges Werkzeug in der Wundheilung. Proteine, Vitamine und Mineralstoffe liefern dem Körper, was er braucht, um Wunden zu schließen und neues Gewebe aufzubauen. Mit einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Kost und ausreichend Flüssigkeit unterstützen Sie Ihren Körper von innen heraus.
Bei Fragen zur Ernährung bei Wundheilung oder für individuelle Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Schmidt Wundberatung begleitet Sie ganzheitlich – von der Wundversorgung bis zum Ernährungstipp.
Wir wünschen Ihnen einen gesunden Start ins neue Jahr 2026!
Schmidt Wundberatung
Am Güterbahnhof 1a
77652 Offenburg
„Gute Ernährung ist keine Raketenwissenschaft – aber sie kann Wunder wirken. Im wahrsten Sinne des Wortes." – Michael Schmidt
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