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Klaus Huber: Vom rechten Lesen und dem Schutz der Seele

Zwei neue Gedichte zwischen praktischer Lebensklugheit und tiefer existenzieller Sorge

Klaus Huber

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Klaus Huber: Vom rechten Lesen und dem Schutz der Seele

 

Klaus Huber: Vom rechten Lesen und dem Schutz der Seele

Zwei neue Gedichte zwischen praktischer Lebensklugheit und tiefer existenzieller Sorge

Die Kraft der Worte zur rechten Zeit

Klaus Huber, der erfahrene Lyriker aus Achern, weiß um die Macht der Texte. Sie können uns rüsten für den Tag oder uns um den Schlaf bringen. In seinem neuen Gedicht „Empfehlung“ gibt er einen wertvollen Rat für den Umgang mit dem, was wir lesen:

Empfehlung

Lies am besten schon am Morgen,
um – gewappnet – deinen Sorgen
rechtzeitig die Stirn zu bieten.
So wird manch’ Unheil vermieden.

Lese möglichst nicht zur Nacht,
wenn ein Text dich schlaflos macht.
Liest du stets zu rechten Zeit,
bist du – klug – hiervon befreit.

Klaus Huber · Februar 2026

Es ist ein Plädoyer für die geistige Hygiene. Das Lesen am Morgen als Rüstzeug für den Tag – ein einfacher, aber wirkungsvoller Schutzmechanismus gegen die Flut der täglichen Sorgen.

Ein Mahnruf gegen die Verrohung

Ganz anders in Ton und Gewichtung ist sein zweites Werk. Hier begibt sich Huber in den Dialog mit einem großen Geist der deutschen Literatur: Reinhold Schneider. Huber greift dessen Mahnung vor der Zerstörung des Lebens auf:

EXISTENZ-ANGST

Reinhold Schneider warnt in Strenge,
dass es Betern nur gelänge,
nur noch jenem Schwert wehren,
welches Leben zu zerstören
vermag, Leben zu bedrohen
unter Menschen, die verrohen.

Die sich ĂĽber alles stellen,
werden wohl in solchen Fällen,
wenn sie Größenwahn erstreben,
dies hoffentlich selbst erleben.

Klaus Huber · Februar 2026

Klaus Huber zeigt uns, dass Lyrik beides sein kann:
sanftes Pflaster und scharfer Weckruf.

In „EXISTENZ-ANGST“ spricht Huber eine bittere Wahrheit an: die zunehmende Verrohung und den Größenwahn jener, die sich über alle moralischen Instanzen hinwegsetzen. Er verweist auf die Kraft des Geistes als letzte Bastion gegen die Zerstörung.

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Ăśber den Autor

Klaus Huber, geboren in Achern, ist pensionierter Grundschullehrer, Lyriker und freier Autor. Als „Klaus vom Dachsbuckel“ verbindet er in seinen Gedichten der Begegnung und Ermutigung Heimatverbundenheit mit christlichen Werten und feinsinnigem Humor.

Weitere Werke: www.klausvomdachsbuckel.de