Friday, der 17 April 2026
 
 

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Der Pechoti-Punkt: Wenn der Bauchnabel mehr ist als eine Narbe

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Nadja Meffert Hebamme

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Der Pechoti-Punkt: Wenn der Bauchnabel mehr ist als eine Narbe

 

Über eine jahrtausendealte Praxis, die Mütter im Wochenbett neu für sich entdecken.

Carla lag auf dem Sofa, sechs Wochen nach der Geburt, und stolperte in einem Forum über einen Beitrag: „Öl in den Bauchnabel - mein Wochenbett-Ritual." Pechoti-Punkt. Ayurveda. 72.000 Nervenbahnen. Klang faszinierend. Klang auch ein bisschen verrückt.

Beim nächsten Besuch fragte sie Nadja: „Hast Du davon schon mal gehört?"

Altes Wissen, neu entdeckt

Nadja setzte sich zu ihr und lächelte. „Nabhi Chikitsa - die Pflege des Nabels. Das praktizieren Frauen in Indien seit Jahrtausenden. Mütter und Grossmütter geben es weiter, von Generation zu Generation. Der Nabel gilt dort als Zentrum des Lebens. Und wenn Du darüber nachdenkst, ist das gar nicht so weit hergeholt."

Sie machte eine kurze Pause. „Neun Monate lang war Dein Nabel die Verbindung zu Deinem Kind. Er war die Brücke, über die Dein Baby alles bekam, was es zum Leben brauchte. Im Ayurveda sagt man: Diese Verbindung verschwindet nicht einfach, nur weil die Nabelschnur durchtrennt wurde."

Die Praxis

In der ayurvedischen Tradition werden warme Öle - Sesamöl, Kokosöl oder Mandelöl - in den Bauchnabel gegeben und sanft einmassiert. Die Praxis soll beruhigend wirken, die Verdauung unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden stärken.

„Ob es einen Pechoti-Punkt gibt, der Wirkstoffe aufnimmt, darüber streiten sich die Gelehrten", sagte Nadja offen. „Die westliche Medizin hat diese Drüse bisher nicht nachgewiesen. Aber weisst Du, was ich in meinen Jahren als Hebamme gelernt habe? Dass Heilung mehr ist als das, was man im Labor messen kann."

Was Nadja ihren Müttern rät

„Ich empfehle das Einölen des Nabels nicht als medizinische Behandlung", erklärte Nadja. „Ich empfehle es als Ritual. Als bewusste Pause. Als Moment, in dem Du Deinen Körper berührst und ihm sagst: Danke. Danke für das, was Du geleistet hast."

Sie sprach ruhig weiter: „Die Bauchnabelregion ist reich an Nervenenden - das ist anatomisch belegt. Eine sanfte Massage dort löst Spannungen. Das warme Öl pflegt die Haut, die sich in der Schwangerschaft so verändert hat. Und allein die Tatsache, dass Du Dir fünf Minuten nur für Dich nimmst, setzt Wohlfühlhormone frei. Das ist kein Hokuspokus. Das ist Selbstfürsorge."

Carlas Ritual

Carla probierte es aus. Jeden Abend, nachdem das Baby schlief: warmes Sesamöl, ein paar Tropfen in den Nabel, sanfte kreisende Bewegungen. Kein Handy, kein Podcast. Nur sie und ihr Körper, der so viel geleistet hatte.

„Ich kann Dir nicht sagen, ob der Pechoti-Punkt existiert. Aber diese fünf Minuten am Abend sind mein Anker geworden. Ich fühle mich wieder verbunden mit mir selbst."

Nadja nickte wissend. „Genau darum geht es. Nicht um Beweise, sondern um Verbindung."

Für Dich zum Ausprobieren

Verwende ein hochwertiges, kaltgepresstes Öl. Erwärme es in Deinen Händen. Gib ein paar Tropfen in Deinen Nabel und massiere sanft im Uhrzeigersinn. Atme bewusst. Spüre Deinen Körper.

Ob das Öl dabei über den Nabel aufgenommen wird oder ob es die Berührung, die Wärme und die Stille sind, die Dir guttun - am Ende zählt, was Du fühlst.

Hast Du eigene Wochenbett-Rituale entdeckt? Manchmal liegt in den ältesten Traditionen die tiefste Weisheit. Nicht weil die Wissenschaft sie bestätigt hat, sondern weil Generationen von Frauen sie als heilsam erfahren haben. Probiere es aus - und höre auf Deinen Körper. Er weiss mehr, als wir denken.

Kurz zusammengefasste FAQ

Was ist Nabhi Chikitsa?

Nabhi Chikitsa ist eine jahrtausendealte ayurvedische Praxis aus Indien, bei der warme Öle in den Bauchnabel gegeben und sanft einmassiert werden. Der Nabel gilt im Ayurveda als Zentrum des Lebens.


Welche Öle eignen sich für das Einölen des Nabels?

Sesamöl, Kokosöl oder Mandelöl - jeweils kaltgepresst und hochwertig. Das Öl wird in den Händen erwärmt und dann sanft im Uhrzeigersinn einmassiert.


Ist das Einölen des Nabels wissenschaftlich belegt?

Den Pechoti-Punkt hat die westliche Medizin bisher nicht nachgewiesen. Anatomisch belegt ist jedoch, dass die Bauchnabelregion reich an Nervenenden ist. Eine sanfte Massage löst Spannungen, das Öl pflegt die Haut und die bewusste Auszeit setzt Wohlfühlhormone frei.


Warum empfiehlt Hebamme Nadja dieses Ritual?

Nicht als medizinische Behandlung, sondern als Ritual der Selbstfürsorge - als bewusste Pause, in der eine Mutter ihrem Körper Anerkennung gibt für das, was er geleistet hat.