Kein Fett in der Glut, kein Durchfallen, kein Aufflammen - die Plancha-Grillplatte revolutioniert deutsche Gärten. Was die gusseiserne Platte besser kann als der klassische Rost und wie du sie richtig einbrennst.
Düsseldorf, Juni 2024. Jörg Kellner, 52, steht vor seinem nagelneu geputzten Kugelgrill und flucht. Zum dritten Mal in diesem Sommer fallen Garnelen durch den Rost. Die Zucchini-Scheiben kleben fest, die Paprikastreifen rutschen zwischen die Stäbe, und vom Fett, das in die Glut tropft, steigen Flammen auf, die seine Hähnchenbrust in Kohle verwandeln.
„Ich habe alles probiert", klagt er. „Aluschalen, Grillmatten, diese komischen Grillkörbe. Alles Murks." Bis sein Nachbar Pedro - gebürtiger Spanier aus Bilbao - ihn am Zaun anspricht: „Jörg, warum tust du dir das an? In Spanien grillen wir seit Jahrzehnten auf der Plancha."
Die Plancha - eine massive Grillplatte aus Gusseisen - ist in Spanien so selbstverständlich wie in Deutschland der Holzkohlegrill. In jeder Bar, in jedem Restaurant, auf jedem Dorffest steht eine. Doch während deutsche Grillfreunde jahrelang am offenen Rost festhielten, entdecken immer mehr von ihnen die Vorteile der gusseisernen Platte.
Aber das ist nur der offensichtlichste Vorteil. Die emaillierte Gusseisen-Plancha bietet mehr: Erstens tropft kein Fett in die Glut. Das bedeutet keine Stichflammen, kein verbranntes Grillgut, keine gesundheitlich bedenklichen Rauchentwicklungen. Das Fett bleibt auf der Platte und kann ablaufen oder zum Aromatisieren genutzt werden.
Zweitens verteilt Gusseisen die Hitze gleichmässig über die gesamte Fläche. Kein Bereich ist heisser als der andere, alles gart konstant. „Auf dem Rost habe ich ständig die Würstchen hin und her geschoben", erinnert sich Jörg. „Auf der Plancha lege ich alles drauf und lasse es in Ruhe."
Drittens - und das überrascht die meisten - entwickelt Grillgut auf der Plancha eine bessere Kruste. Die durchgehende Kontaktfläche sorgt für eine gleichmässige Maillard-Reaktion, die typische Bräunung, die für Geschmack sorgt. „Mein Steak hat Grillstreifen, Pedros Steak hat eine durchgehende Kruste", gibt Jörg zu. „Seins schmeckt besser."
Die Plancha eignet sich besonders für alles, was auf dem Rost problematisch ist: Meeresfrüchte wie Gambas, Tintenfisch und Jakobsmuscheln. Gemüse in dünnen Scheiben - Zucchini, Aubergine, Paprika. Spiegeleier zum Frühstück. Dünne Fleischstücke, die auf dem Rost austrocknen. Sogar Pfannkuchen und Tortillas lassen sich auf der Plancha zubereiten.
Pedro zeigt Jörg, wie man die Plancha richtig einsetzt: „Volle Hitze, mindestens zehn Minuten vorheizen. Dann ein paar Tropfen Olivenöl - nicht mehr. Die Emaille-Beschichtung verhindert das Anhaften." Er legt Garnelen auf die Platte. Ein Zischen, ein Duft, nach zwei Minuten wendet er sie mit einer langen Grillzange. „Fertig. Perfekt rosa, knusprige Schale, nichts durchgefallen."
Neue Gusseisen-Planchas mit Emaille-Beschichtung sind im Prinzip sofort einsatzbereit. Dennoch empfiehlt sich ein erstes Einbrennen für optimale Ergebnisse.
Die Plancha auf den Gasbrenner stellen und langsam erhitzen - nicht sofort auf volle Power. Gusseisen reagiert empfindlich auf Temperaturschocks. Zehn Minuten bei mittlerer Hitze, dann langsam hochdrehen. Die gesamte Oberfläche dünn mit einem hitzebeständigen Öl einreiben - Sonnenblumenöl oder Traubenkernöl eignen sich gut. Das Öl bei hoher Temperatur einbrennen lassen, bis es aufhört zu rauchen. Abkühlen lassen, den Vorgang wiederholen. Nach zwei bis drei Durchgängen hat die Plancha eine zusätzliche natürliche Antihaftschicht entwickelt.
Die Plancha nach dem Grillen noch warm mit Wasser und einem Schaber reinigen. Keine Spülmittel, keine Stahlwolle auf der Emaille. Hartnäckige Reste mit Wasser auf der noch heissen Platte ablöschen - der Dampf löst alles. Trocknen lassen, dünn mit Öl einreiben, fertig. „Das dauert zwei Minuten", sagt Pedro. „Mein alter Kugelgrill hat mich jedes Mal eine halbe Stunde Putzen gekostet."
Die emaillierten Gusseisen-Planchas aus dem Spanien-Shop passen auf die gängigen Gasbrenner. Wichtig: Die Plancha sollte nicht wesentlich grösser sein als der Brenner, sonst bleiben die Ränder kalt. Für einen 2-Ring-Gasbrenner eignet sich eine mittelgrosse Platte, für 3-Ring-Brenner die grösseren Ausführungen. Eine Grillzange mit langen Griffen gehört zur Grundausstattung - die Plancha wird heiss, und kurze Griffe bedeuten verbrannte Finger.
Jörg hat sich übrigens eine Plancha gekauft. Seinen Kugelgrill hat er nicht weggeworfen - „den benutze ich noch für Spareribs", sagt er. Aber für alles andere steht jetzt die Gusseisen-Platte auf dem Gasbrenner. „Pedro hat recht. Die Spanier wissen, was sie tun."
Was garantiert funktioniert: Bei www.der-spanien-shop.de findest du emaillierte Plancha-Grillplatten aus Gusseisen in verschiedenen Grössen, passend zu allen Gasbrennern im Sortiment. Dazu Grillzangen mit langen Griffen für sicheres Arbeiten auf der heissen Platte. Kein Durchfallen, kein Aufflammen, kein Frust - nur perfektes Grillergebnis.
Plancha statt Rost - weniger Rauch, mehr Geschmack.
Was ist der Unterschied zwischen Plancha und Grillrost?
Die Plancha ist eine durchgehende Gusseisen-Platte ohne Löcher oder Stäbe. Grillgut kann nicht durchfallen, Fett tropft nicht in die Glut, und die durchgehende Kontaktfläche sorgt für eine gleichmässigere Bräunung.
Muss ich eine emaillierte Gusseisen-Plancha einbrennen?
Emaillierte Planchas sind grundsätzlich sofort einsatzbereit. Ein einmaliges Einbrennen mit Öl verbessert jedoch die Antihaftwirkung und wird empfohlen.
Welcher Gasbrenner passt zu einer Plancha?
Die Plancha sollte in der Grösse zum Brenner passen. Für gleichmässige Hitze auf der gesamten Fläche empfehlen sich 2-Ring oder 3-Ring-Gasbrenner.
Kann ich auf der Plancha auch Gemüse und Meeresfrüchte grillen?
Genau dafür ist sie ideal! Dünne Gemüsescheiben, Garnelen, Tintenfisch und sogar Spiegeleier gelingen auf der Plancha perfekt - alles, was auf dem Rost durchfallen oder festkleben würde.
Wie reinige ich die Plancha nach dem Grillen?
Die noch warme Platte mit Wasser und einem Schaber reinigen. Hartnäckige Reste mit Wasser auf der heissen Platte ablöschen. Kein Spülmittel verwenden. Nach dem Trocknen dünn mit Öl einreiben.
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