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Sinkende Temperaturen, trockene Heizungsluft, weniger Tageslicht: Der Herbst verändert die Bedingungen für die Wundheilung spürbar.
Oktober 2026. Nach dem Sommer stellt sich der Körper um. Für Menschen mit chronischen Wunden bringt der Oktober typische Herausforderungen, aber auch Chancen. Was jetzt wichtig ist.
Offenburg, apg. Der Oktober zeigt in der Ortenau, was er kann: Die Weinberge leuchten in Rot und Gold, die Morgen werden kühler, und spätestens am 25. Oktober endet die Sommerzeit. Der Körper spürt diese Veränderungen. Und Wunden spüren sie ebenfalls. Michael Schmidt von der Schmidt Wundberatung in Offenburg bereitet seine Patienten jedes Jahr auf die Übergangszeit vor:
Temperaturen sinken, Durchblutung nimmt ab: Mit kühleren Aussentemperaturen zieht sich die Haut zusammen, die Durchblutung in den Extremitäten nimmt ab. Besonders Patienten mit venösen Erkrankungen oder diabetischem Fusssyndrom merken das: Die Beine fühlen sich schwerer an, die Wunden reagieren empfindlicher.
Heizungsluft beginnt: Sobald die Heizungen laufen, sinkt die Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen erheblich. Trockene Luft entzieht der Haut Feuchtigkeit: Die Haut wird spröder, das Risiko für kleine Risse und Mikroverletzungen in der Wundumgebung steigt.
Weniger Vitamin D: Die Sonnenstunden nehmen ab, die UV-Intensität sinkt. Wer den Sommer gut genutzt hat, verfügt noch über ausreichende Vitamin-D-Reserven. Wer bereits jetzt Mangelerscheinungen spürt (Müdigkeit, gedrückte Stimmung), sollte das mit dem Hausarzt besprechen. Vitamin D ist auch für die Hautregeneration und das Immunsystem relevant.
Grippesaison beginnt: Oktober ist der klassische Startmonat für die Grippeschutzimpfung. Ein geschwächtes Immunsystem durch saisonale Infekte kann den Heilungsverlauf chronischer Wunden bremsen. Die Empfehlung für Wundpatienten: Grippeschutzimpfung rechtzeitig in Absprache mit dem Hausarzt.
Hautpflege intensivieren: Die Haut rund um die Wunde benötigt im Herbst mehr Feuchtigkeit. Rückfettende, medizinische Pflegeprodukte (abgestimmt auf das verwendete Verbandsmaterial) helfen, die Hautbarriere stabil zu halten. „Was wir im Frühjahr empfohlen haben, gilt jetzt spiegelverkehrt“, erklärt Michael Schmidt. „Die Haut wird wieder trockener, wir passen die Pflege entsprechend an.“
Verbandsmaterial überprüfen lassen: Was im Sommer bei Wärme und Schweiss sinnvoll war, ist im Oktober oft nicht mehr die optimale Wahl. Die Schmidt Wundberatung prüft bei jedem Hausbesuch, ob das aktuelle Material noch zur Jahreszeit und zum Wundstatus passt.
Warmhalten ohne zu übertreiben: Wunden warm zu halten, fördert die Durchblutung und damit die Heilung. Das bedeutet: angemessen kleiden, zugige Räume meiden, Extremitäten schützen. Es bedeutet nicht: Wärmflasche direkt auf den Verband legen, das kann Schaden anrichten.
Flüssigkeit nicht vergessen: Im Herbst und Winter trinken viele Menschen zu wenig, weil das Durstgefühl nachlässt. Dabei ist eine gute Flüssigkeitszufuhr für alle Stoffwechselprozesse (und damit für die Wundheilung) unverzichtbar. Mindestens 1,5 Liter täglich, besser mehr.
Der von der WHO ausgerufene Welttag der psychischen Gesundheit liegt noch frisch hinter uns. Ein guter Anlass, das Thema nicht einfach abzuhaken, denn gerade im Kontext der Wundversorgung bleibt es das ganze Jahr über relevant. Wie wir im Februar ausführlich beschrieben haben, spielen psychische Faktoren eine messbare Rolle im Heilungsprozess. Der Herbst mit seinen kürzeren Tagen und der nachlassenden Sonnenstrahlung bringt manche Menschen in eine gedrücktere Stimmung, das ist biologisch erklärbar und keine Schwäche.
„Wenn ein Patient von uns sagt, dass er sich müde, lustlos oder niedergeschlagen fühlt, nehmen wir das genauso ernst wie eine Veränderung am Wundrand“, sagt Michael Schmidt. „Beides gehört zur ganzheitlichen Begleitung dazu.“
Der Oktober ist die Weiche in Richtung dunkle Jahreszeit. Wer jetzt die richtigen Massnahmen ergreift (Hautpflege anpassen, Verbandsmaterial überprüfen, das Immunsystem stärken und auf Körper und Seele achten), legt den Grundstein für einen stabilen Wundverlauf bis in den Winter hinein.
Die Schmidt Wundberatung begleitet Sie dabei, ganz konkret und ganz persönlich. Bei Fragen oder wenn etwas an Ihrer Wunde auffällt: Rufen Sie an, wir kommen zu Ihnen.
Warum reagieren chronische Wunden im Herbst empfindlicher?
Mit kühleren Temperaturen nimmt die Durchblutung in den Extremitäten ab, und die Heizungsluft trocknet die Haut aus. Besonders Patienten mit venösen Erkrankungen oder diabetischem Fusssyndrom merken das.
Wie sollte ich die Haut rund um die Wunde jetzt pflegen?
Sie braucht mehr Feuchtigkeit. Rückfettende, medizinische Pflegeprodukte, abgestimmt auf das verwendete Verbandsmaterial, helfen, die Hautbarriere stabil zu halten.
Darf ich eine Wärmflasche auf den Verband legen?
Nein. Warmhalten heisst angemessen kleiden, zugige Räume meiden und die Extremitäten schützen. Eine Wärmflasche direkt auf dem Verband kann Schaden anrichten.
Muss das Verbandsmaterial im Herbst gewechselt werden?
Nicht unbedingt, aber es sollte überprüft werden. Die Schmidt Wundberatung prüft bei jedem Hausbesuch, ob das Material noch zur Jahreszeit und zum Wundstatus passt.
Wie erreiche ich die Schmidt Wundberatung?
Am Güterbahnhof 1a, 77652 Offenburg, Telefon 0781 96717976, www.wundberatung-schmidt.de.
| Firma | Schmidt Wundberatung |
| Adresse | Am Güterbahnhof 1a, 77652 Offenburg |
| Telefon | 0781 96717976 |
| Website | www.wundberatung-schmidt.de |
Text: apg.