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Soziales Wohnen in Herbolzheim I ist bezugsfertig

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Soziales Wohnen in Herbolzheim I ist bezugsfertig

 

REGIOTRENDS 15. September 2015 (www.regiotrends.de)

 

Nach gerade einmal acht Monaten Bauzeit konnte am Dienstagnachmittag die neue Asylunterkunft in Herbolzheim feierlich eingeweiht werden. In der Stockfeldstraße werden noch in diesem Monat 54 Personen eine Wohnmöglichkeit erhalten.
Landrat Hanno Hurth lobte den Vorbild-Charakter Herbolzheims und Achim Schlager, der Architekt des Projektes, hob die reibungslose Zusammenarbeit mit der Stadt hervor.

„Integration von Menschen ist die vornehmste Aufgabe einer Bürgergesellschaft!“ – die Worte aus der Eröffnungsrede von Bürgermeister Ernst Schilling können an Aktualität nicht übertroffen werden.

Am 2.7.2014 hatte Landkreis-Sozialdezernentin Dr. Kleinknecht-Strähle, die Städte und Gemeinden gebeten, Asylunterkünfte zu errichten, die vom Landkreis angemietet werden. Die Stadt Herbolzheim hatte sich darauf mit der Gemeinde Malterdingen umgehend bereit erklärt, dies zu tun.
Am 13.1.2015 konnte der Spatenstich im Industriegebiet stattfinden. Der Neubau ist nun bezugsfertig, ein weiterer auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich bereits im Bau.

Als „Beispiel gebend für ganz Südbaden“ möchte er diese Leistung verstanden wissen, betonte Bürgermeister Ernst Schilling. In Herbolzheim stehe jetzt die erste Unterkunft, die über Jahre hinweg, eventuell eines Tages auch im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus, genutzt werden könne.
Erfreulich sei, so Schilling weiter, „dass mit 1.490.000 € der Kostenrahmen, inklusive Grundstück und Spielplatz, eingehalten werden konnte“.
Sein Kompliment gelte Bauamtsleiter Jürgen Rauer, dem Architektur-Büro Achim Schlager sowie allen beauftragten Firmen und ihren Beschäftigten dafür, dass die herausragende Leistung des zügigen Baus vollbracht werden konnte.
Schillings herzlicher Dank ging an die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau für die Spende in Höhe von 1.000 €. Sparkassen-Vorstand Bernd Rigl überreichte symbolisch den Scheck, das Geld ist bereits eingegangen und dient einer Schaukel auf dem Spielplatz.

Ohne Ehrenamt sei die Aufgabe der Integration nicht zu bewerkstelligen, betonte Schilling eindrücklich. Seine persönliche Bitte sei es daher, um eine optimale Umsetzung zu gewährleisten, Sprachkurse, Beschäftigungs- und kulturelle Angebote sowie, im Rahmen der Zulässigkeit, Arbeitsgelegenheiten zu intensivieren.
Es gelte, in gemeinsamer Verantwortung mit der Stadt, für Vereine, Schulen und Betriebe einen guten Weg zu finden.

Sein besonderer Dank galt den vielen ehrenamtlich engagierten Bürgern im Freundeskreis Asyl und dem Deutschen Roten Kreuz für die unterstützende Mitwirkung bei den bevorstehenden Aufgaben.
Es freute Schilling sehr, dass die Mitglieder des Fördervereins Schindler Villa e.V. beschlossen haben, einen Integrationskurs für interessierte Jugendliche, vor allem von Familien der Asylsuchenden, anzubieten. Hierfür hat der Förderverein 600 € für die Anschaffung von Musikinstrumenten bereitgestellt. Markus Frieß, der Leiter der Musikschule, wird die musikalische Leitung übernehmen.

Die Volkshochschule hatte gestern anlässlich ihres Richtfestes in Emmendingen mitgeteilt, dass ab Oktober weitere Sprachkurse in Herbolzheim stattfinden werden.
Der Fußballverein Herbolzheim bietet den interessierten Asylanten Trainings- und Spielmöglichkeiten. Der Turnverein, Abteilung Tischtennis, wird ebenfalls Trainingszeiten anbieten.


Wolfgang Gröschel, bekannter Musiker aus der Region, hat zudem die Ausrichtung eines Benefizkonzertes in Aussicht gestellt.

Landrat Hanno Hurth sagte, dass er sich angesichts der Sorge mancher Bürger vor der Zahl der Schutzsuchenden „die richtigen Entscheidungen von oben“ erhoffe, denn: „Flüchtlinge brauchen Solidarität!“ Es müsse allen Verantwortlichen bewusst sein: „Deutschland kann die Aufgabe nicht alleine in Europa schultern“.
Waren laut der Mai-Prognose noch 900 Flüchtlinge im Landkreis erwartet worden, seien es im August bereits 1.600 gewesen. Aus diesem Grund hob der Landrat noch einmal „die gelebte Solidarität in Herbolzheim“ hervor und dankte für das Tempo der Bau-Umsetzung.
Er betonte ebenfalls: „Der Staat alleine wird es nicht schaffen“, sein Dank galt darum insbesondere auch den Wohlfahrts-Verbänden.

Gerne hätte Achim Schlager, der verantwortliche Architekt, den Gästen den maßgeschneiderten „Willkommens“-Teppich im Eingangs-Bereich präsentiert, leider wird sich die Lieferung ein paar Tage verzögern. Stattdessen präsentierte er eines von 54 T-Shirts, die ebendieser Schriftzug ziert.

Gemeinsam mit den beiden Pfarrern Dr. Stefan Meistert und Botho Jenne, Gerhard Kalt von der Servicegesellschaft und den anwesenden Damen und Herren des Gemeinderates sowie Jürgen Hauß vom Deutschen Roten Kreuz hatten die Gäste die Möglichkeit, die Unterbringung in Augenschein zu nehmen, bevor es zu einer Stärkung aus dem Hause der Metzgerei Schätzle in gemütlicher Runde ging.