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Industriespeicher und Peak Shaving: Lastspitzen kappen mit dem IBS-7

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Industriespeicher und Peak Shaving: Lastspitzen kappen mit dem IBS-7

 

Bildnachweis: UPC-Cooltec Solar

Gewerbebetriebe zahlen auch für die höchste Viertelstunde des Jahres. UPC-Cooltec Solar stellt den Industriespeicher IBS-7 vor, der Lastspitzen kappt, mit allen technischen Daten.

Ein Gewerbebetrieb zahlt zweimal für Strom. Einmal für jede Kilowattstunde, und einmal für die höchste Viertelstunde des Jahres. Die zweite Rechnung entsteht in 15 Minuten und läuft danach zwölf Monate weiter. Wer Kälteanlagen, Druckluft und Ladepunkte gleichzeitig anlaufen lässt, kennt den Effekt aus der Jahresabrechnung. Der Industriespeicher IBS-7 ist unsere Antwort darauf. Hier die Technik im Detail, ohne gerundete Marketingzahlen.

Die Kennzahlen des Industriespeichers im Überblick

Der IBS-7, Typenbezeichnung Haber CESS-J125K261, ist ein Industrie-Batteriespeicher mit Batteriemodulen von GSL Energy.

› Nennkapazität 261,2 kWh, nutzbar rund 235 kWh bei 90 Prozent Entladetiefe

› Lade- und Entladeleistung je 125 kW, kurzzeitig bis 137,5 kW

› Zellchemie LFP, Lithium-Eisenphosphat, mit 314-Ah-Zellen

› DC-Nennspannung 832 V, Arbeitsbereich 650 bis 950 V

› AC-Anschluss dreiphasig mit Neutralleiter, 230/400 V

Auf der Wechselstromseite arbeitet ein flüssigkeitsgekühlter Batteriewechselrichter vom Typ JTES-125K-W. Sein Wirkungsgrad liegt bei bis zu 98,6 Prozent, nach CEC-Gewichtung bei 98,0 Prozent. Gekühlt wird mit einem Gemisch aus Ethylenglykol und Wasser zu gleichen Teilen, nicht mit Luft. Das hält die Temperatur an IGBT, Drossel und Kondensatoren gleichmässig. Bis 45 Grad Wassertemperatur fährt das Gerät ohne Leistungsreduzierung durch.

Zulässig sind Umgebungstemperaturen von minus 30 bis plus 60 Grad. Die Schutzart beträgt IP65 am Wechselrichter und IP54 am Gesamtsystem, Aussenaufstellung ist also möglich. Der Geräuschpegel liegt bei unter 65 dB in einem Meter Abstand. Für grössere Anlagen lassen sich bis zu 16 Einheiten parallel betreiben.

Drei Betriebsarten im Alltag

Lastspitzen kappen (Peak Shaving). Der Speicher übernimmt, sobald der Netzbezug die eingestellte Schwelle überschreitet. Die Viertelstunde am Zähler bleibt flach, der Leistungspreis ebenfalls.

Photovoltaikstrom zeitversetzt nutzen. Die Anlage produziert mittags, der Betrieb verbraucht morgens und abends. Ohne Speicher wandert die Differenz für wenige Cent ins Netz und kommt zum Arbeitspreis zurück.

Netzersatz. Der Wechselrichter ist inselnetzbildend und schaltet in unter 20 Millisekunden vom Netzparallel- in den Inselbetrieb. Dauerhaft verträgt er das 1,1-fache der Nennleistung, für eine Minute das 1,2-fache.

Dazu kommt die Vermarktung am Strommarkt, also Regelleistung oder Preisdifferenzen im Intraday- und Day-Ahead-Handel. Das hängt am Direktvermarkter und am Netzanschluss, nicht am Gerät.

Lebensdauer und Garantie

Die Zellen sind auf 8.500 Zyklen bei 90 Prozent Entladetiefe ausgelegt, gerechnet bis zu einer Restkapazität von 80 Prozent. Die Selbstentladung liegt bei höchstens 3 Prozent im Monat.

Auf das System gibt es zehn Jahre Garantie als Standard. Wer länger planen will, verlängert auf zwanzig Jahre, das ist eine Option gegen Aufpreis. Die vollständigen Garantiebedingungen schicken wir Ihnen gerne zu, sie gehören in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung hinein und nicht als Fussnote ans Ende.

Sicherheit des Batteriespeichers

Die Zellchemie ist der erste Punkt. LFP ist thermisch gutmütiger als NMC, das ist bei einem Schrank mit 261 kWh kein Nebenaspekt.

Dazu kommt ein integriertes Batteriemanagement mit Zellbalancing, Tiefentladeschutz unter 5 Prozent Ladezustand und Abschaltung bei Übertemperatur oberhalb von 60 Grad. Im Schrank sitzen ein Brandschutzschrank und ein EPO-Taster für die Not-Abschaltung.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Inbetriebnahmeprotokoll unserer Referenzanlage in Iserlohn vom 30. Dezember 2025:

› Laden, Entladen, Brandschutzschrank, EPO, Personenschutz und Klimafunktion bestanden

› Erdungswiderstand 0,09 Ohm

› Isolationswiderstand auf der DC-Seite 2,87 Gigaohm

› Transportprüfung der Zellen nach UN 38.3 liegt vor

Netzanschluss und Zertifikate

Für die Niederspannung liegt ein Einheitenzertifikat des TÜV Rheinland nach VDE-AR-N 4105 vor, Registriernummer A3 50703445 0001 vom 19.11.2025, geprüft nach DIN VDE V 0124-100. Für die Mittelspannung gibt es die Prototypenbestätigung nach VDE-AR-N 4110 und 4120. Die maximale Scheinleistung beträgt 137,5 kVA bei einem Bemessungsstrom von 180 A.

Ein Punkt aus dem Zertifikat, der in der Planung gerne übersehen wird: Der integrierte Kuppelschalter ist nur für Geräte unter 30 kVA allein zugelassen. Oberhalb davon muss er mit einem zentralen NA-Schutz zusammenarbeiten. Bei inselnetzbildenden Systemen gilt das ohnehin.

Netzseitig bleibt der Oberschwingungsstrom unter 3 Prozent bei Volllast, der Wechselrichter ist mit Neutralspannungsmodul zu 100 Prozent schieflastfähig und stellt Blindleistung im vollen Bereich von minus 1 bis plus 1 bereit. Die Wirkleistung ist stufenlos von 0 bis 100 Prozent regelbar, die Frequenzstatik zwischen 2 und 12 Prozent einstellbar. Steuerbarkeit nach § 14a EnWG und Einspeisemanagement nach § 9 EEG sind vorhanden. Kommunikation läuft über CAN, Ethernet und RS-485, Modbus TCP und IEC 61850 über Gateway.

Die Unterlagen für den Netzbetreiber liefern wir mit

Kaum ein Speicherprojekt scheitert an der Batterie. Es hängt an den Nachweisen für den Netzbetreiber.

Deshalb gibt es zum IBS-7 eine Nachweisdokumentation über vier Blätter, von den technischen Systemdaten über Netzanforderungen und Pflichtmessungen bis zur Liste der einzureichenden Zertifikate. Jeder Wert trägt einen Status: belegt durch Datenblatt oder Prüfbericht, Herstellerangabe, oder projektbezogen nachzureichen. Damit sehen Sie vor dem Antrag, was noch fehlt.

Fazit: Der Lastgang entscheidet, nicht der Katalog

Für die Auslegung brauchen wir vier Angaben:

› Lastgang in 15-Minuten-Werten, möglichst über ein volles Jahr

› Jahresverbrauch und aktuelle Netzanschlussleistung

› Vorhandene oder geplante Photovoltaikanlage

› Aufstellort und Weg zur Übergabestation

Aus diesen Daten rechnen wir die sinnvolle Speichergrösse. Nicht die grösstmögliche. Für die erste Einschätzung genügt ein Blick auf Ihren Lastgang.

Herzlichst
Ihr Dirk Lorich

Kontakt

Unternehmen UPC-Cooltec Solar, Lahr-Kuhbach
Ansprechpartner Dirk Lorich
Adresse Brudertal Str. 14a, 77933 Lahr
Telefon 07821-983979
Mobil 0177-7071615
E-Mail info@upc-cooltec.solar
Website www.upc-cooltec.solar

Kurz zusammengefasste FAQ

Was bedeutet Peak Shaving?

Der Speicher übernimmt, sobald der Netzbezug eine eingestellte Schwelle überschreitet. So bleibt die höchste Viertelstunde am Zähler flach und damit auch der Leistungspreis, der sonst zwölf Monate weiterläuft.


Wie gross ist der Industriespeicher IBS-7?

Nennkapazität 261,2 kWh, nutzbar rund 235 kWh bei 90 Prozent Entladetiefe, Lade- und Entladeleistung je 125 kW. Bis zu 16 Einheiten lassen sich parallel betreiben.


Kann der Speicher im Freien stehen?

Ja. Mit IP65 am Wechselrichter und IP54 am Gesamtsystem ist Aussenaufstellung möglich, bei Umgebungstemperaturen von minus 30 bis plus 60 Grad.


Welche Garantie gibt es?

Zehn Jahre als Standard, gegen Aufpreis verlängerbar auf zwanzig Jahre. Die Zellen sind auf 8.500 Zyklen bei 90 Prozent Entladetiefe ausgelegt.


Was braucht UPC-Cooltec Solar für die Auslegung?

Den Lastgang in 15-Minuten-Werten, Jahresverbrauch und Netzanschlussleistung, Angaben zur Photovoltaikanlage und den Aufstellort.

Quelle: UPC-Cooltec Solar, Lahr-Kuhbach. Text: Dirk Lorich, apg.