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Abenteuer Beikost: Wenn die Karotte zum Kunstwerk wird

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Nadja Meffert Hebamme

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Abenteuer Beikost: Wenn die Karotte zum Kunstwerk wird

 

Der März erwacht, die erste Beikost lockt. Eine Geschichte über den Start ins Abenteuer Essen, warum Gläschen-Ping-Pong völlig normal ist und wie Du entspannt bleibst, wenn mehr Brei an der Wand landet als im Kind.

Es war ein historischer Moment im Hause von Sarah und Lukas. Der erste Brei! Sarah hatte alles vorbereitet: Die Bio-Karotten waren gedämpft und püriert, das Lätzchen mit dem süßen Bären umgelegt, die Kamera für den großen Moment positioniert. Baby Sophie saß erwartungsvoll in ihrem Hochstuhl.

Sarah führte den Löffel zum Mund. Sophie öffnete ihn, probierte – und schoss die orangefarbene Masse mit einer Präzision, die eines Profisportlers würdig wäre, quer über den Tisch direkt auf Lukas’ weißes Hemd.

Willkommen in der Welt der Beikost

"Vielleicht mag sie keine Karotten?", fragte Lukas verzweifelt, während er versuchte, den Fleck auszuwaschen.

"Oder sie muss erst lernen, wie man schluckt", lachte Hebamme Nadja, die am Nachmittag vorbeischaute. "Beikoststart heißt nicht 'Essen', es heißt 'Kennenlernen'. Das Wort 'Beikost' sagt es schon: Es kommt ZU der Milch dazu, es ersetzt sie nicht von heute auf morgen."

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Sarah war verunsichert. "Alle sagen was anderes. Nach dem vierten Monat? Nach dem sechsten? Was ist richtig?"

Nadja erklärte die Beikost-Reifezeichen:

Das Baby kann mit Unterstützung aufrecht sitzen.

Der Zungenstoßreflex (der alles Fremde aus dem Mund schiebt) ist weg.

Das Baby zeigt deutliches Interesse an Deinem Essen (es klaut Dir fast die Gabel vom Teller!).

Es kann Dinge gezielt greifen und zum Mund führen.

Brei oder Fingerfood?

"Müssen wir pürieren?", wollte Lukas wissen. "Nicht zwingend", antwortete Nadja. "Es gibt den klassischen Breiweg oder 'Baby-Led Weaning' (BLW), wo das Baby weich gedünstete Stücke selbst erkundet. Viele Familien machen heute einen Mix daraus."

Tipps für einen entspannten Beikoststart

Sarah und Lukas lernten schnell, dass Perfektion in der Küche jetzt Geschichte war. Hier ihre Learnings:

Praxistipp 1: Die Farbwahl Trage beim Füttern keine weißen Klamotten. Und leg vielleicht eine abwischbare Matte unter den Hochstuhl. Karottenflecken sind hartnäckig (Tipp von Nadja: In die Sonne legen, die UV-Strahlen bleichen das Orange weg!).

Praxistipp 2: Kein Druck Sophie entschied, wie viel sie aß. Manchmal war es ein ganzer Becher, manchmal nur ein halber Löffel. "Das Baby bestimmt das Tempo, nicht der Zeitplan", so Nadja.

Praxistipp 3: Vielfalt statt Monotonie Nach der Karotte kamen Pastinake, Kürbis und später Fleisch oder Getreide. Aber immer eins nach dem anderen, damit der kleine Darm sich anpassen kann.

Das soziale Erlebnis

Essen wurde für die kleine Familie zum Event. Sophie liebte es, dabei zu sein, wenn Mama und Papa aßen. Sie matschte mit einer gedünsteten Kartoffel, untersuchte eine Brokkoli-Röschen und beobachtete jeden Bissen ihrer Eltern.

"Es geht nicht nur um Kalorien", erklärte Nadja. "Es geht um Texturen, Gerüche und das gemeinsame Erlebnis am Tisch."

Ein Monat später

Heute ist Sophie sechs Monate alt. Die Küche sieht zwar oft aus wie nach einer Farbschlacht, aber Sophie liebt ihr Essen. Sie hat gelernt, den Mund weit aufzumachen, und die Trefferquote des Löffels hat sich deutlich erhöht.

Sarah ist entspannter geworden. "Wenn sie mal nichts will, ist es okay. Dann gibt's halt wieder mehr Milch. Wir haben ja Zeit."

Steht Ihr auch kurz vor dem Beikoststart? Atmet tief durch. Es wird matschig, es wird lustig und es wird definitiv anders als geplant. Vertraut auf Euer Baby – es zeigt Euch, was es braucht.

Deine Beikost-Story?

Was war das erste Wort – oder eher der erste Fleck – Eures Babys? Seid Ihr Team Brei oder Team Fingerfood? Teilt Eure lustigsten Beikost-Momente mit uns in den Kommentaren!