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Generationenwechsel bei Günther Energie: Mit frischer Energie in die Zukunft der Ortenau

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Generationenwechsel bei Günther Energie: Mit frischer Energie in die Zukunft der Ortenau

 

Stabübergabe in Lahr: Niklas P. Günther übernimmt die Geschäftsführung des traditionsreichen Familienunternehmens. Während nun die zweite Generation in den Ruhestand geht, setzt der Enkel der Gründer konsequent auf die Energiewende – ohne die Wurzeln zu vergessen.

Lahr, Februar 2026, apg. Es ist ein leiser, aber entscheidender Hebel, der bei Günther Energie & Service zum Jahreswechsel 2025/2026 umgelegt wurde. Nach über vier Jahrzehnten an der Spitze ziehen sich sein Vater und sein Onkel aus dem operativen Geschäft von Günther Energie & Service zurück. Was bleibt, ist ein stabiles Fundament; was kommt, ist eine klare Vision für eine klimafreundliche Mobilität im Ortenaukreis. Mit derzeit 43 Mitarbeitern und einer klaren Strategie für die kommenden Jahre stellt Niklas Günther die Weichen für ein Unternehmen, das sich längst nicht mehr nur über fossile Brennstoffe definiert.

Lahr; Generationenwechsel; Günther Energie

Tradition trifft Transformation

Der Wechsel an der Spitze war kein Paukenschlag, sondern ein präzise geplanter Prozess. Seit Oktober 2019 ist Niklas Günther bereits im Unternehmen tätig hat die verschiedenen Geschäftsbereiche – von der Tankstelle über den Waschpark bis zum Energiehandel – von der Pike auf kennengelernt. „Wir haben uns bewusst auf diesen Zeitpunkt vorbereitet“, erklärt der neue Geschäftsführer. Dass sein Vater und sein Onkel ihm auch nach dem offiziellen Ruhestand noch stundenweise beratend zur Seite stehen, macht den Übergang „smooth“, wie er es nennt.

Doch die Herausforderungen der neuen Zeit sind groß. Während die Vorgängergeneration das Unternehmen durch Krisen und Marktschwankungen steuerte, steht Niklas Günther vor der Aufgabe, die „Verkehrswende“ praktisch abzubilden. Dabei verliert er die Realität nicht aus den Augen: „Wir machen uns auf den Weg und schauen zu jedem Zeitpunkt, was der Markt fordert.“

Mehr als nur Diesel: Der Ladepark der Zukunft

Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die Diversifizierung. Günther Energie setzt bereits heute auf HVO100 – einen synthetischen Diesel, der den CO2-Ausstoß um bis zu 90 Prozent reduzieren kann. Doch das ist nur der Anfang. Der bereits bestehende Ladepark für Elektrofahrzeuge wurde bewusst so konzipiert, dass auch schwere LKW dort Strom zapfen können. „Wir möchten einen Ladepark haben, der auch wirklich für LKW gebaut ist – mit der richtigen Spurführung und noch mehr Energie“, blickt Günther voraus.

Das Ziel ist klar: Sukzessive unabhängiger von fossilen Energien werden und den Anteil erneuerbarer Energien am Umsatz deutlich steigern. Dabei bleibt das Unternehmen ein verlässlicher Partner für alle Kunden – vom kleinen Handwerksbetrieb, der seit Jahrzehnten bei Günther tankt, hin zum modernen E-Mobilisten.

Günther Energie

Menschlichkeit als Erfolgsfaktor

Trotz aller Technik und Innovation steht der Mensch bei Günther weiterhin im Mittelpunkt. Das zeigt sich nicht nur in der Übernahme aller 43 Arbeitsplätze, sondern auch in kleinen Details wie der „Kaffee-Kultur“ am Standort. Das Bistro mit Lavazza-Kaffee ist ein geschätzter Treffpunkt für Pendler und LKW-Fahrer gleichermaßen. 

Unterstützt wird er in der neuen Struktur von der langjährigen Mitarbeiterin Anna Heisler, die zur Prokuristin aufgestiegen ist und damit jene Position übernimmt, die Niklas Günther zuvor innehatte. Zudem wird das Team im Büro ab März durch eine weitere Mitarbeiterin verstärkt.

Ein Ausblick für die Ortenau

Für die Region bleibt Günther Energie ein Ankerpunkt. Die vier Geschäftsfelder – Tankstelle, Waschanlage, Energiehandel und Tankservice – bieten einen stabilen Ausgleich, der das Unternehmen krisenfest macht. Niklas P. Günther übernimmt nicht nur eine Firma, sondern eine Verantwortung für die Infrastruktur der Region. „Wir haben uns bewusst Flächen gekauft, um diese Verkehrswende abbilden zu können“, sagt er. Der Karren wird also nicht nur aus dem Dreck gezogen, sondern auf eine völlig neue, zukunftsfähige Straße gelenkt.

Quelle: Redaktion Regio Ortenau / Interview mit Andreas Peter Geng vom Februar 2026, 12.02.2026